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Kieferumstellung / Dysgnathie-OP

Fehlbisslagen bzw. Fehlstellungen behindern beim Kauen und sprechen. Sie können zu erheblichen funktionalen und ästhetischen Problemen führen. Wenn die Proportionen im Gesicht durch Stellungsanomalien von Ober- und Unterkiefer unharmonisch wirken, fühlen sich Patienten erheblich beeinträchtigt. Die Harmonisierung der Kieferstellung kann in jedem Alter vorgenommen werden. Sie berücksichtigt funktionelle und ästhetische Gesichtspunkte.

Moderne Fehlbisschirurgie

Die Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie bietet mit der Dysgnathie-Chirurgie (Fehlbisschirurgie) auch bei schwerwiegenden Kieferfehlstellungen eine operative Korrektur. Nach detaillierter Planung und Abstimmung mit den behandelnden Kollegen / Kieferorthopäden und ausführlicher Beratung können Eingriffe im Mittelgesicht, im Unterkiefer oder auch kombiniert in beiden Kiefern durchgeführt werden. Häufig wird für eine Kieferumstellung der Unterkiefer getrennt und mit Platten in neuer Position fixiert.

Dehnung des Oberkiefers (Gaumennahterweiterung)

Ist der Oberkiefer bei Erwachsenen oder Jugendlichen mit abgeschlossenem Wachstum zu schmal, finden die Zähne nicht genug Platz. Eine Behandlungsmöglichkeit ist die Erweiterung (Dehnung) des Oberkiefers.

Dazu trennen wir die beiden Hälften, aus denen der Oberkiefer besteht, chirurgisch auf und setzen eine Apparatur zur Gaumennahterweiterung (Distraktor) ein. Durch die direkte Kraftübertragung auf den Knochen können Zahnkippungen oder Schädigungen des Zahnfleisches in aller Regel vermieden werden.

Bewegung Schritt für Schritt

Durch die regelmäßige Weiterstellung des Gerätes bewegen sich die Kieferhälften langsam auseinander − die entstehende Lücke im Oberkiefer füllt der Körper selbstständig mit neuer Knochensubstanz auf und die Zähne im Oberkiefer erhalten mehr Platz. Die Zähne werden anschließend mithilfe einer festen Zahnspange korrekt angeordnet. Da die Gaumennaht bei Kinder und Jugendlichen noch nicht verknöchert ist, reicht hier oft auch der Einsatz einer Gaumennahterweiterungsapparatur ohne vorherige chirurgische Trennung des Oberkiefers.

Kieferorthopädische Vorbehandlung

Bei der kieferorthopädischen Behandlung wird häufig eine Zusammenarbeit mit der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie notwendig, wenn das Ausmaß der Kiefer- und Zahnfehlstellungen zu groß ist. Die Maßnahmen der MKG-Chirurgie dienen dabei meist als Vorbehandlung für die eigentliche kieferorthopädische Therapie mit einer Zahnspange.

Weitere Leistung im Vorfeld einer KFO-Behandlung:

Zahnfreilegung

Wenn Zähne im Kieferknochen verbleiben oder schräg im Kieferknochen liegen, ist in aller Regel eine Freilegung dieser Zähne erforderlich. Dazu wird Weichgewebe und bei Bedarf etwas Kieferknochen abgetragen. Anschließend können sie kieferorthopädisch in den Zahnbogen eingeordnet werden.

Entfernung überzähliger Zähne

Gelegentlich kommt es vor, dass im Kiefer zu wenige oder zu viele Zähne angelegt sind. Überzählige Zähne sind meist kleiner als die normalen Zähne und liegen häufig im Bereich der Ober- und Unterkieferfront. Die Therapie der Wahl ist die Entfernung solcher Zähne, damit Verletzungen und Verschiebungen von Nachbarzähnen verhindert werden.

Miniimplantate

Kieferorthopädische Miniimplantate (Mini-Pins) werden in den Kieferknochen eingesetzt, um feste Behandlungsgeräte daran zu verankern. So können einzelne Zähne unabhängig von den restlichen bewegt werden. Nach der Therapie werden die Miniimplantate wieder entfernt und die kleine Lücke im Kieferknochen schließt sich von selbst.

Gerne beraten wir Sie persönlich zu den Maßnahmen im Vorfeld einer KFO-Behandlung.